Bergprüfung für historische Sport- und Rennwagen - Altbüron

Altbüron 2013

Sonntag, 18. August

 

Die Vorbereitungsarbeiten an meinem Prinz für diesen Einsatz waren etwas umfangreicher, da 2 Wochen später der Bergsprint in Walzenhausen auf dem Programm steht. Ich möchte die Zuverlässigkeit von meinem Renner nicht in Frage stellen, aber zurzeit lässt diese keine Wünsche offen! Die Wettervorhersage für dieses Wochenende war gut und somit musste ich den Regenreifen keine Aufmerksamkeit schenken. Bereits am Freitag stand mein Rennprinz transportbereit auf dem Trailer und die Vorfreude auf diesen Anlass baute sich auf.

Am Sonntagmorgen um 05:30 Uhr ging die Reise los nach Altbüron und da es um diese Zeit keinen Verkehr hatte, war das Ziel um 06:45 Uhr erreicht. Kaum war ich im Fahrerlager eingerichtet, trafen Andy und Pesche mit ihren Prinzen ein und schon war die NSU-Familie komplett. Dokumentenkontrolle, Startnummerausgabe und die technische Kontrolle fand im Fahrerlager statt und sorgte so für eine Verkehrsberuhigung. Zunehmend füllte sich das  Fahrerlager und schon bald wurden wir aufgefordert, uns für die erste Bergfahrt um 08:30 bereit zu machen. Pünktlich rollte unser Starterfeld durch Altbüron Richtung Vorstart und die Sonne begrüsste uns mit wärmenden Strahlen. Der eingespielte Ablauf verhinderte grosse Verzögerung und schon bald verdeckte mir der Starter mit seiner Flagge die Sicht. Flagge weg – Sicht frei – Gas runter, so lautet die Reihenfolge am Start. Bis in den 3.Gang ging es volle Kanne bis zur künstlichen Schikane, dann etwas Gas weg, nach der Schikane im 4.Gang bis zur ersten Spitzkehre nach rechts, die im 2.Gang genommen wurde. Der 2.Gang reichte gerade bis zur zweiten Spitzkehre nach links, dann mit Vollgas durch das Geschlängel und im 3.Gang ging es auf die dritte Spitzkehre zu. Diese heimtückische Kehre meisterte ich im 2.Gang und bis zur Zielkurve blieb der zweite Gang drin. Die Zielkurve lag im Schatten und ein zu grosses Risiko wollte ich da nicht mehr eingehen. Kurz nach der Kurve flatterte die Zielflagge und ein Funktionär winkte mich nach der Auslaufzone in den Warteraum für die Rückfahrt. Da nach mir nur noch wenige Fahrzeuge kamen, blieb mir wenig Zeit für Kamera aus, Helm ab, Mütze auf und ein kurzer Wortwechsel und schon begann die Rückführung. Auf der Strecke waren die Zuschauerräume aus Sicherheitsgründen weit weg von der Piste und so blieb das gegenseitige Winken oft unbemerkt. Unten im Startbereich änderte sich das Bild und da war die Begeisterung der Zuschauer sichtbar und verleihte dem Fahrer das Gefühl ein „kleiner Gladiator“ zu sein – das tat gut! Dass die Bevölkerung von Altbüron hinter dieser Veranstaltung stand, zeigte die Fahrt durchs Wohngebiet: Partystimmung auf den Terrassen und Vorgärten begleiteten unsere Durchfahrt mit Applaus und Wellen – ein Spiessrutenlaufen der Gefühle! Zurück im Fahrerlager legten sich die Wogen und jeder Teilnehmer verarbeitete das eben Erlebt auf seine Weise.

Vier Mal wiederholte sich dieses Szenario und ich bin überzeugt, dass wir die Zuschauer mit unseren Schreihälsen für Ohr, Aug und Nase begeistern konnten. Eine Veranstaltung die seinesgleichen suchen muss und ich freue mich jetzt schon auf eine Wiederholung.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle die den Weg nach Altbüron gefunden haben.

 

Mit luftgekühlten Grüssen

Charly

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20.08 | 20:17

Besitzer von NSU 1000 TT 1966 / NSU 1200 TT 1971 / würde mich freuen dabei zu sein

...
14.08 | 17:02

Super tolle Seite!

Viel Spass mit NSU

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19.09 | 14:14
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